Montag, 30. November 2009

Die Unterführung

Es begann zu regnen. Ein schwüler Sommertag ging zu ende und ein richtiges fettes Sommergewitter stand am Himmel. Gewaltige Energien warteten auf Entladung. Ich konnte mich gerade noch in eine Unterführung retten, als das Unwetter los ging. Es war ein leicht abgeschiedener Ort. Im nächsten Augenblick zogen schon dichte Regenschleier über die Häuserdächer. Es blitzte und krachte und die Regentropfen prasselten sehr intensiv auf den Boden. Die Reifen der Autos spritzten schon weite Fontänen.
Ich stand vollkommen alleine und leicht durch nässt in dieser Unterführung. Als ich mich genauer umsah, war es ein herunter gekommener, schäbiger Ort. Müll und leere Flaschen waren auf der Erde zerstreut. Graffitis schmückten die Wände. Herzen erzählten von Liebespaaren, die ihre Liebe in Stein verewigen wollten. Aber nichts währt ewig. Der Augenblick zählt. Die Vergangenheit ist nicht mehr und die Zukunft ist noch nicht.
Irgendwie erinnerte mich diese Situation an meine ganze Lebenslage. Allein in diese Welt hinein geworfen und von mächtigen Naturgewalten umgeben mit der Sehnsucht nach Geborgenheit - so fühlte ich. Doch trotz allem schaute ich oft amüsiert den Treiben von den Leuten draußen zu, wie sie von den Naturgewalten herumgetrieben wurden wie Blätter im Wind. Jeder suchte noch schnell Schutz vor Unbill. Bei Unwettergefahr kam mir immer das alte Kinderspiel in den Sinn, bei dem sich jedes Kind bei einen Signal auf einen Stuhl setzen musste. Ein Kind blieb jedoch immer über, da zu wenige Sitzgelegenheiten vorhanden waren. Das Kind, das keinen Stuhl mehr fand, schied aus. Meistens war ich das  Kind, das keinen Platz mehr fand. War nicht das ganze Leben so?
Doch mein Leben bestand nicht nur aus melancholischen Gedanken. Da war auch Lust. Die Lust auf Sex. Die Schwüle, die kurzen Röcke der Mädels, ihre Tops und ihre T-Shirts, die bei Nässe transparent wurden, heizten meine erotischen Phantasien kurz vor dem Regen an. Ich war genauso aufgeladen, wie das Gewitter da draußen. Ich wollte sie alle durch bumsen. Frei von Moral, nur der Lust verpflichtet, so wollte ich sein. Die Sexualität sollte wie ein Festmahl sein, an der sich jeder nach Lust und Laune nehmen darf, wonach ihm gerade gelüste. Nur der Zwang sollte nirgends herrschen. Doch dies war eine Illusion - ich war neidisch auf das Gewitter, das einfach seiner Natur folgte. Der Regen prasselte immer heftiger.
Plötzlich stand sie vor mir. Ich wusste nicht woher sie kam. Sie war pitschnass. Ihre rotbraunen, langen Haare trieften vor Nässe. Schlicht war ihr Auftreten. Ein T-Shirts, eine alte, verwaschene Jeans und ein paar Sandalen. Sie trug auch keinen BH, da ich ihre Brustwarzen durch ihr nasses Leibchen schimmern sah. Wenn ich nicht genau gewusst hätte, dass wir in den neunziger lebten, hätte ich gedacht, ein Blumenmädchen aus den siebziger stünde vor mir. Damals war ja das, wovon ich zuvor geträumt habe, am ehesten realisiert. Ihre Erscheinung war mir gleich sympathisch, Sie lächelte mich an und schüttelte sich wie ein nasser Hund vom Regen ab. Ein paar Tropfen trafen auch mich.
"Entschuldige" eröffnete sie das Gespräch.
"Macht nichts" meinte ich "Hoffentlich verkühlst du dich nicht in deinem nassen Gewand". Ich hatte keinen Dunst, was ich damit auslösen würde.
"Du hast Recht"
Ich staunte nicht schlecht, als sie sich unbekümmert zu entkleiden begann, als ob es das natürlichste der Welt wäre. Es war ja eigentlich auch etwas ganz natürliches feuchte Kleidung auszuziehen. Nur der Ort dafür war nicht ganz alltäglich. Ich   blickte unsicher umher, ob uns jemand beobachtete. Sie schien da absolut keine Bedenken zu haben. Zuerst streifte sie ihr Trägerleibchen über ihren Kopf ab. Ihre wunderschönen zarten Brüste mit ihren steifen Himbeeren kamen zum Vorschein. Danach bückte sie sich und zog sich die Sandalen aus. Ihr Rücken wölbte sich zu einen Bogen an deren Oberseite ihr Rückgrat hervortrat wie ein kleiner Gebirgszug. Darunter hingen ihre nackten Brüste wie Äpfel. Dann kamen ihre Jeans dran. Sie knöpfte sie auf und schälte sie von ihren schlanken Beinen ab. Komischerweise trug sie keinen Slip und ich bekam gleich ihren süßen, kleinen Hintern zu Gesicht. Am Schluss ihres kleinen Striptease vor meinen Augen wand sie ihre Kleidungsstücke aus und legte sie auf einen Mauersims.
Jetzt stand sie vollkommen nackt vor mir, so wie sie die Natur schuf. Und die Natur hatte im den Fall für mich als Mann etwas Bezauberndes erschaffen. Ganz unbewusst ließ ich meinen Blick wandern. Aus einer Hand voll straffer Brust standen spitz ihre Brustwarzen hervor. Zwischen ihren schlanken Beinen stand ein kleiner Urwald. Ihr Po war klein und straff. Mein Schwanz war durch ihren Anblick sofort steif geworden. Mein Organismus folgte seiner Natur, wie das Wetter physikalischen Gesetzen. 
Sie wusste, dass sie hübsch war. Denn sie lächelte mich verschmitzt an. Am Ende trafen sich unsere Blicke und wir sahen uns beide tief in die Augen. Ich spürte, dass der Exkurs meiner Augen ihr nicht unangenehm war. Plötzlich wussten wir beide, was wir wollten.
„Du solltest dich auch ausziehen, bevor du einen Schnupfen bekommst“ meinte sie fürsorglich. Ohne eine Reaktion von mir abzuwarten, ergriff sie die Initiative. Im Hand umdrehen befreite sie mich von meinen T-Shirt. Bevor mir bewusst wurde, wie mir geschah, war auch meine Hose offen und mit einen Ruck samt Unterhose am Boden. Mir blieb nur mehr über aus den Sachen zu steigen. 
Wir standen uns jetzt vollkommen nackt, wie Adam und Eva, gegenüber. Mein steifer Schwanz baumelte ungeniert in der Öffentlichkeit. Ich blickte unsicher herum, ob uns jemand beobachtete. Sie musste meinen Ständer schon längst bemerkt haben.
"Was wäre, wenn wir alle Fesseln der Moral abwerfen und es einfach tun? Ich sehe die Lust in deinen Augen und nicht nur dort“ spielte sie mit einen kurzen lächelnden Blick nach unten auf meinen erregten Schwanz an. „Ich hätte selber Lust auf dich" lud sie mich unbekümmert auf ein Sexabendteuer ein. 
"Du meinst vor allen Leuten hier in der Öffentlichkeit?" fragte ich ungläubig. Insgeheim spielte ich aber öfters in meiner Fantasie mit Sex vor Publikum.
"Wo siehst du hier Leute?" fragte sie mich und blickte umher. Sie hatte wirklich recht. Es war kein Schwein zu sehen. Nur wir zwei. Trotzdem zögerte ich noch immer. 
„Ich kenne nicht einmal deinen Namen“ warf ich ein.
„Namen tun nichts zur Sache. Du hast ja schon einen Steifen bekommen, ohne dass du meinen Namen kennst“. Dem konnte nicht widersprochen werden. Trotzdem zierte ich mich noch ein wenig. Da ergriff sie die Initiative und griff nach meinen erigierten Stab. Ganz behutsam begann sie meinen Brustkorb zu küssen an und arbeitete sich immer mehr zu den unteren Regionen vor. Als ihr Kinn das erste Mal mit meinen Schwanz in Berührung kam, fasste ich es kaum. Doch kam es noch besser. Unversehens befand sich mein Schwanz tief in ihren Mund. Sie hatte anscheinend überhaupt keine Hemmungen, für einen fremden Mann das Blas-Engerl zu spielen. Die orale Befriedigung ließ mich die ganze dreckige Welt um mich vergessen. Ich spürte nur mehr wie meine Eichel in ihren Mund pulsierte. Immer heftiger wurde der Blowjob, bis sie ihn abrupt abbrach. Ihre Lippen hatten meine Vorhaut soweit zurückgezogen, dass meine Eichel jetzt vollkommen nackt war. Sie blickte kurz darauf. Danach leckte sie kurz meine Eier. Als sie genug davon hatte, stand sie auf und küsste mich auf dem Mund. Mit einem Satz sprang sie auf meine Hüften und hakte sich mit ihren Beinen bei mir fest. Im nächsten Augenblick griff sie zwischen meine Beine und nahm mit ihrer feingliedrigen Hand mein Glied und steckte es in ihre Scheide. Ihre Muschi war warm und feucht, wie der ganze Sommertag. Mein Glied glitt in sie rein wie der Schlüssel ins Schlüsselloch. Oberhalb steckte sie mir noch ihre Zunge in den Mund. Langsam begann sie an meinen Hüften zu tanzen an. Mit der Zeit wippte sie immer schneller auf und ab. Mein einziges Bestreben war ihr solange wie möglich den Reibbaum zu bieten. Wir spürten beide die Urgewalt unserer Sexualität. 
Doch die Wirklichkeit holte uns ein. Von weiten hörte ich schon die Polizeisirenen. Irgendwer hatte uns bestimmt gesehen und uns an die Gesetzeshüter verpfiffen. Instinktiv wussten wir, dass uns jetzt nur mehr ein paar Augenblicke blieben. Umso stärker umarmten wir uns. Mein Stab schob sich immer schneller in ihrer Ritze auf und ab, als ob er wusste, dass ihm nicht mehr viel Zeit bliebe, um sein Entladung zu erreichen. Ich merkte, wie mein Saft in meine Rute stieg. Sie atmete immer heftiger. Die Sirenen kamen immer näher. Was hätte ich drum gegeben in diesem Augenblick die Zeit zum Stillstand zu bringen. Ich erreichte den Höhepunkt und spritzte ab. Sie stöhnte auf. Anscheinend hatten wir zum selben Zeitpunkt einen Orgasmus. Doch ich hatte noch nicht einmal meinen ganzen Samen in sie hinein gepumpt, als eine Stimme hinter mir schrie: "Was macht ihr hier. Das ist eine Schweinerei".
"Irrtum - das ist Liebe" konterte meine Gespielin selbstbewusst.
Doch der Polizist, der mit ein paar anderen hinter uns Aufstellung genommen hat, hatte keine Einsicht.  Sie schubsten uns unsanft an die Wand. Dabei entgingen mir nicht die lüsterne Blicke der Polizisten. Die sogenannten Ordnungshüter schauten ihr ungeniert und penetrant zwischen ihre Beine und auf ihre Brüste. Welch Doppelmoral! Es fehlte nur noch, dass sie eine Leibesvisite starten wollten. Aber das ging wohl nicht, da wir nackt waren. Das erste Mal bemerkte ich, dass dem sonst so freizügigen und selbstbewussten Mädchen etwas sehr peinlich war. Ich versuchte sie zu schützen und stellte mich vor sie. Doch dann bemerkte ich, dass ein anderer Polizist auf meinen noch leicht erregten und von der Vorhaut befreiten Schwanz starrte. War der Typ vom anderen Ufer? Auf alle Fälle war diese Situation extrem unangenehm.
Unverzüglich mussten wir uns anziehen. Als wir dann unsere Kleider an hatten, nahmen die Ordnungshüter unsere Personalien auf und zeigten uns auf freien Fuß  wegen öffentlichen Ärgernisses an. Worin dieses Ärgernis bestand, verstand ich nie. Die Aufnahmen der Daten dauerte seine Zeit und wir waren beide mit uns selbst beschäftigt. Plötzlich schreckte ich auf, als ob etwas passiert wäre. Nervös schaute ich umher. Sie war weg. Ich wollte noch die Straße runter rennen und sie suchen. Doch der Polizist hielt mich zurück, da er mit mir noch nicht ganz fertig war. Als er dann mit mir fertig war, hatte ich natürlich keine Chance mehr, sie zu finden.
Entleert fühlte ich mich, als ich einsam und verlassen den Heimweg antrat. Ich war wieder auf mich gestellt. Die Sonne strahlte wieder und die Straßen dampften. Das Gewitter hatte sich aufgelöst. Ich war aber noch da und existierte weiter. Nur die Erinnerung blieb an einen Lichtstrahl an einen finsteren Ort. 

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